Was wir wollen

Im Bild - ein echter “eigener Gleiskörper” , normgerecht und wie er sein sollte

Wenn die Planer und Befürworter etwas von überfahrbarer Gestaltung eines eigenen Gleiskörpers erzählen, meinen sie in der Praxis etwas anderes. Der eigene Gleiskörper wird stark bezuschusst. Und wenn eine Strecke als eigener Gleiskörper deklariert wird , gibt es Geld. Aber wenn ein paar Striche auf der Straße einen eigenen Gleiskörper darstellen sollen, wäre das nur eine Finte um sich die Fördermittel (von unseren Steuern) über Hintertürchen zu erschleichen. Und da wir, die Bürger dieses undurchsichtige Spielchen letztendlich bezahlen sollen, werden wir alle praktisch und auf deutsch gesagt beschi... und verar.....

Langendreer so wie es ist hat seinen eigenen Reiz. Auf den ersten Blick mag das dem Ortsunkundigen nicht sofort ins Auge fallen, aber die Schönheit findet sich meist im Detail. Die Langendreerer fühlen sich hier wohl und leben gerne hier in dem Langendreer das sie kennen. Gravierende Veränderungen gab es schon viele. Auch Straßenbahnen gab es schon mal in Langendreer. Ehemals ging hier nichts ohne Bogestra. Damals hingen an der Straßenbahn sogar sogar Transportwagen. Der Bunker “in den Langenstuken” hätte ohne Straßenbahn z.B. nicht gebaut werden können. Bis dahin veränderte sich Langendreer noch moderat. Die Kriegseinwirkungen brachten Leid und Zerstörung über den Stadtteil - eine gravierende Veränderung. Nach dem Krieg wurden die Waggons der Straßenbahn noch für Aufräumarbeiten bzw. Trümmerbeseitigung eingesetzt. Danach ging die Zeit der Straßenbahnen in Langendreer langsam zu Ende. Langsam veränderte sich das Stadtbild. Die Gleise wurden nach und nach aus den engen Straßen genommen oder einfach mit einer Asphaltschicht überzogen. Das Kraftfahrzeugaufkommen war zwischenzeitlich so gestiegen, daß sich der intensive Straßenbahnbetrieb nicht mehr lohnte. Und im Laufe der Zeit verdrängte der Individualverkehr den ÖPNV. Flexible und individuelle Mobilität prägen seit über 20 Jahren das Stadtbild. Um der auch politisch gewollten individuellen motorisierten Mobilität einen Auftrieb zu geben, bzw. diese zu fördern, wurde sogar die Unterstraße vierspurig ausgebaut. Die angenehme Erscheinung war, daß seit dieser Zeit eine moderate Entwicklung eingetreten ist, an die man sich gewöhnen konnte. Der Bau einer Straßenbahnlinie auf der Unter - und Hauptstraße wäre ein enormer Rückschritt und wieder ein gravierender Eingriff in die Entwicklung. Deshalb muß Langendreer erhalten bleiben.

Es gibt genügend Stellen und Orte in Langendreer, die z.B. reparaturbedürftig sind oder ausgebessert werden müssen. Angefangen von Schlaglöchern auf den Straßen bis hin zur Verbesserung der Spielplatzsituation. Und wenn einige Geld hier in Langendreer investieren wollen, damit es den Bürgern in Langendreer besser geht und zu ihrem Wohle ist, sollten Gelder eher für das marode Kanalnetz verwendet werden. Es kann z.B. nicht angehen, daß Langendreer eine Straßenbahn aufs Auge gedrückt bekommen soll und gleichzeitig brechen komplette Kanalsysteme zusammen, weil sie veraltet oder marode sind. Die letzten blamablen Auswirkungen des extremen Reparaturstaus unseres Kanalnetzes mußten die Menschen vor kurzem noch im Wiebuschweg erfahren und Am Neggenborn an der Schule. Um zu verhindern, daß die Menschen in der Gülle waten müssen ist kein Geld da*, aber eine neue Schienenstrecke zu bauen und für schöne neue luxuriöse teure und nutzlose Bimmelbähnchen,  haben die Politiker seltsamer Weise gleich viele Millionen Euros über.

* Kleine Anmerkung zu den Bochumer Kanälen: Das Cross - Border - Leasing - Geschäft brachte ca. 20 Millionen in die Stadtkasse und das Geld floß auch nichts  in die Erhaltung unserer Kanäle

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