Was wir nicht wollen

Eine Straßenbahn, die sich durch die teilweise enge Unterstraße und Hauptstraße quetscht und den Verkehrsfluß noch zusätzlich belastet und behindert.

Daß die in den betroffenen Straßen lebenden Menschen weiter beschnitten werden und die ohnehin schon kleinen, straßenseitigen Vorgärten teilweise verschwinden oder verkleinert werden sollen, mithin ein Stückchen Lebens - und Wohnqualität vernichtet wird.

Gravierende Einschnitte in und durch Langendreer, die keine echten Vorteile bieten können

Daß von den Planern die alternative Möglichkeit einer Buslinie oder Schnellbuslinie auf diesen Straßen unter verschiedenen Vorwänden vehement abgelehnt wird.

Daß in den betroffenen Straßen “einige” (50 Stück) der schönen alten Bäume abgeholzt werden sollen, und mickrige Bäumchen als eine Ersatzpflanzung irgendwo hingesetzt werden sollen.

Daß diese “häßlichen, alten, grünen Bäume” mit “schönen neuen Strommasten und Oberleitungen” ersetzt werden sollen.

Daß auf Kosten der Steuerzahler (also uns) ein weiteres “Prestigeobjekt” entstehen soll, dessen Nutzen sehr zweifelhaft ist.

Daß wir unter einer eigentlich vermeidbaren Dauerbaustelle leiden müssen

Daß in Langendreer nur wegen eines Straßenbahnbaus Geschäfte zumachen, abwandern oder in die Insolvenz getrieben werden

Daß man in der Hauptstr. zukünftig noch nicht einmal mehr zum Be - und Entladen halten könnte, weil sonst die Gefahr bestünde, der Straßenbahn im Weg zu sein.

Daß die Parkmöglichkeiten noch weiter eingeschränkt werden, bzw. der ruhende Verkehr in die Seitenstrassen verdrängt werden soll.

 

So etwas brauchen wir auch nicht in dieser Form

Und nun, nachdem die extremen Straßenbahnvorantreiber festgestellt haben, daß doch einiges gegen die Verlegung spricht, und sie die vorgetragenen Probleme nicht mehr vertuschen können, versuchen sie es mit Werbung bzw. Propaganda

Am 24.1.2007 fand wieder mal eine “Informationsveranstaltung” NUR für die “anliegenden Geschäftsleute” statt. Diesmal nicht in einem städtischen Gebäude, sondern in der Dorfschänke Oelken.

Zur Einstimmung und zur Herbeiführung einer gut gelaunten Stimmung gab es kostenlos Schnittchen und auch Bier (mit solche Verköstigungen wurde in den vorherigen Veranstaltungen natürlich nicht aufgewartet)

Die üblichen Sprüche wurden erst mal abgehalten, mit einer Ausnahme - diesmal sprachen Töpfer und Hachenberger von vornherein von einer Vorplanung...

Und dann wurde es recht schnell peinlich - Herr Hachenberger erklärte den Geschäftsleuten, wie sie nach Fertigstellung der Trasse schöne Geschäfte machen könnten. Als einer der Anwesenden Herrn Hachenberger darauf aufmerksam machte, daß er, Herr Hachenberger hier als Beamter den anwesenden Geschäftsleuten seine eigenen Ansichten aufgezeigt hatte, wie Geschäfte und Betriebe sich entwickeln würden, kam schon ein schlucken. Und als dann noch die Frage kam, ob der Beamte Hachenberger den anwesenden Geschäftsleuten erklären wolle wie Geschäfte geführt werden und welche zukünftigen Entwicklungen sie hätten, war erst mal Ruhe.

Betroffen waren einige bei der Frage wie täglich Grabsteine über die Baustelle zu tragen sind um sie zum Friedhof zu transportieren. Einer aus den Zuhörerreihen half mit einer Antwort aus : “Bei Asterix und Obelix hat man Hinkelsteine auch mit der Hand getragen”

Und dann kam die Frage wer denn wohl für die entstandenen Verluste aufkomme. Vollmundig wurde den Langendreerern darauf die Dorstener Straße genannt. Eine Nachfrage nach Beispielen, wo Entschädigungen tatsächlich gezahlt worden seien wurde damit beantwortet, daß Hachenberger dies nicht wisse. Noch peinlicher und auch als Eingeständnis des Unvermögens zu sehen war, daß passend eingeräumt wurde, daß neue Betriebe und Geschäfte in der Dorstener Straße nachgekommen seien. Auf gut Deutsch - es haben also einige ihre Türen dicht machen müssen - sind PLEITE gegangen.

So nebenbei wollte Herr Töpfer nicht sagen, wer in ihn Persona beauftragt hat, seine Planung überhaupt durchzuführen

Ein interessanter Spruch kam noch von Herrn Hachenberger - sinngemäß - wenn es während der Baumaßnahme zu Problemen kommen würde, könnte man situativ sich mit den Geschäften auseinandersetzen. Bedeutet, wenn es zu spät ist, könnte man mal drüber reden, aber passieren wird nichts. Und weil das Beispiel Dorstener Str. genannt wurde - situativ gab es Pleiten und die alten Geschäfte sind weg , wie auch die Arbeitsplätze

Alternativen sind, wie befürchtet, bis heute immer noch nicht in Erwägung gezogen worden - will man nicht und braucht der Planer auch nicht und wir schon gar nicht

Noch seltsamer ist, daß kein einziger Volksvertreter aus der Bezirksvertretung es für nötig befand, hier mal aufzutauchen, vermutlich deshalb um sich nicht entschuldigen zu müssen für ihren “Beschluß”. Obwohl - der Bezirksvorsteher war irgendwie da - aber er kam nur bis zu einem Tisch in der Gaststätte - auch nicht um der Versammlung beizuwohnen, sondern um zu knobeln

Ein kleines Schmankerl gab es dennoch als ein bekannter Beamter eben mal sporadisch per Handhebung abstimmen ließ, wer denn gegen die  Straßenbahn sei. Fast alle Hände zeigten nach oben, bis auf die der städtischen und der bogestralischen Vertreter, die trauten sich wahrscheinlich nicht

 

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