Verschwendungssucht

Eigentlich sollte die Fußgängerbrücke über die Unterstraße hinweg es den Schulkindern ermöglichen, gefahrlos über die Straße zu gelangen. Kaum gebaut wurde die überdachte Brücke aber gleich wieder geschlossen wird nicht genutzt, sozusagen. Was nicht genutzt werden kann, wird im Grunde genommen auch nicht gebraucht. Aber wie das so ist, bzw. war, wurde damals der Bau ebenfalls mit “Bedarf” und “die brauchen wir unbedingt” den Langendreerern “verkauft” Und nun soll die Straßenbahn ja hier entlang gebaut werden. Und die Brücke ? ...... Wie es aussieht wird sie nun wieder abgerissen werden müssen. Hier kommt die “Weitsichtigkeit” derjenigen zum Vorschein, die sich gerne persönliche “Denkmäler” schaffen, denn schon damals gab es Kritik zu dieser Brücke. Wenn man das nicht als effektive Arbeitsbeschaffungsmaßnahme bezeichnen kann (Achtung ! Ironie) - Brücke bauen und wieder abreisen. Auch deswegen bleiben wir am Ball, damit diese Straßenbahn nicht gebaut wird.

Die beste Maßnahme zur Vermeidung von Kosten ist - Neuanschaffungen erst gar nicht zu tätigen.

Und BOCHUM sollte sparen. Da nützt es nichts, großspurig von Zuschüssen des Bundes oder des Landes zu reden, und den Eigenanteil und die Folgekosten zu verschweigen oder zu verharmlosen. Von dem zu erwartenden Schaden in Form von Insolvenzen, Fortzügen oder Betriebsabwanderungen ganz zu schweigen.

Auf der Baroper Str. fährt die Linie 310 bereits auf einem eigenen Gleiskörper. Wenn die Linienführung tatsächlich ohne einen eigenen Gleiskörper auf die Unter - und Hauptstr. verlegt werden sollte, sind diese Schienen nicht nur einfach nutzlos, die Verlegung zur Unter - und Hauptstr. bedeutet auch einen Rückschritt in Sachen Sicherheit und Schnelligkeit. Und es muss der Gleiskörper auf der Baroper Str. wieder entfernt werden (ggf. wild zuwuchern),

Das Argument, wenn die zugeteilten Fördermittel nicht in Bochum verbaut werden, wird das Geld anderen Kommunen zufallen, klingt schon fast so, als ob hier einzig danach getrachtet wird, um an die Fördergelder zu gelangen. Mit solchen, meist verbal vorgetragenen Argumenten, dürfte hier im Ruhrgebiet keine Akzeptanz geschaffen werden können, zumal das Ruhrgebiet zusammenwachsen soll und bereits erfolgreich gemeinsame städteübergreifende Projekte aus dem Boden gestampft wurden und werden. Da sind solche Gedankengänge schon in den Bereich egoistischer Wasserabgraberei einzuordnen.  Und wenn andere Kommunen etwas sinnvolleres mit den Fördergeldern anfangen können, als eine ungewünschte, störende und nutzlose Straßenbahn in eine Straße zu verlegen, die nicht dafür ausgelegt ist, wäre das wieder ein Gewinn für die gesamte Ruhrregion.

Eine Alternativenprüfung ist bis dato ebenfalls nicht erfolgt. Wesentlich billiger und weniger einschneidend wäre der Einsatz von Bussen mit alternativen Antrieben. Eine diesbezügliche Frage an den zuständigen Planer Töpfer führte dazu, daß dieser behauptete, daß solche Technologien noch nicht serienreif wären. Und diverse Informationsmaterialien über solche Busse wollte er nicht haben und überhaupt sowas wird es in Bochum nicht geben.

 

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