Nebenschauplätze

Komisch, wenn Freunde der Straßenbahn bei den öffentlichen Vorstellungs - Veranstaltungen auftauchen, und uns, den Langendreerer Einwohnern erzählen wollen, wie schön es “für sie selbst ” sein würde, jeden Tag von Laer nach Witten fahren zu können aber in Querenburg oder Gerthe wohnen.... ganz zu schweigen von den überzeugten Sraßenbahnfans, die extra zu den öffentlichen Veranstaltungen von Essen, Gelsenkirchen und Hagen mit dem PKW angereist waren

Die IG ist es schon gewohnt, wenn die Beifallsklatscher (fast alle nur in anderen Gegenden wohnend) während der Veranstaltungen immer nur dann zu Hochform auflaufen, wenn der Planer Töpfer oder die Bogestravertreter etwas verkünden, aber bei jeder Nachfrage von skeptischen Bürgern Buh rufen oder besonders schlaue Kommentare abgeben, wie z.B. daß Witten unbedingt mit der Straßenbahn erreichbar sein muß... (die haben, können oder wollen die bisherige Strecke nicht registrieren)

Wir brauchen auch keine Überzeugungskünstler, die in Einzelgesprächen erklären wollen, wie schön die Straßenbahn sein wird und welche Zukunftsaussichten zu erwarten sind, aber noch nicht einmal Langendreer auch nur annähernd kennen.

Es klingt zwar schon beinahe lustig, wenn ein Bezirksvorsitzender auf einer öffentlichen Veranstaltung in Langendreer im Jahr 2006 noch von 37000 Einwohnern spricht, aber letztendlich ist es traurig, daß zur Herbeiführung einer Akzeptanz mit Zahlen herumgeworfen wird, daß einem sprichwörtlich die Ohren schlackern, aber die Menschen die hier wohnen und von denen erwartet wird eine Straßenbahn zu erdulden, mit keinem Wort erwähnt werden.

Von Herrn Töpfer (Planer) und von Herrn Filter (Bogestravertreter) sehr wohlwollend zur Kenntnis genommener Zwischenruf einer Wittener Bürgerin auf einer öffentlichen Veranstaltung in der Lessingschule:” ... ja mit der Straßenbahn können dann endlich alle nach Witten zum einkaufen fahren...” (Anmerkung - diese Dame trat vehement auch in anderen Veranstaltungen auf wie z.B. in Dahlhausen, wo sie unbedingt von Linden zum Eisenbahnmuseum kommen will). Die Dame wußte wahrscheinlich nicht, daß es auch in Langendreer Geschäfte gibt und auch in Langendreer noch eingekauft werden kann, solange KEINE Straßenbahn den Verkehr behindert.

Etwas kritischer sollte einmal auch das Gebaren des Herrn Töpfer durchleuchtet werden. Herr Töpfer, der eigentlich als städtischer Mitarbeiter nur planen sollte, tritt bei jeder Werbeveranstaltung der Bogestra auf, als ob er die Straßenbahn persönlich an den Mann bringen will oder muß. Immerhin kann man sich hierbei des Gefühles nicht erwehren, daß der Planer Töpfer einzig für die Bogestra AG eintritt und sich weniger seinem Arbeitgeber, der Stadt, verpflichtet sieht. Und die Bogestra AG ist als Aktiengesellschaft als ein normales wirtschaftliches Unternehmen zu betrachten.

 

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