Bürgernähe ?

Eine “besondere Bürgernähe” wird seit nunmehr 25 Jahren vom Bochumer Tiefbauamt gegenüber einem Bochumer Bürger praktiziert. 

Herr Werner Waibel hatte 1982 ein Haus auf der Heinrich Gustavstr. 163 gekauft und wurde kurz danach dahingehend überrascht, daß das gesamte Hintergelände einschließlich der Kellerräume und Anbauten nach einem Regenereignis komplett überflutet waren. Und weil größere Wassermengen (Abwasser) aus den Kanaldeckeln trat, die durch den hohen Wasserdruck angehoben wurden, wendete sich Herr Waibel hoffnungsvoll an das Tiefbauamt der Stadt Bochum. Die Hoffnung wurde schnell zunichte gemacht. Irgendwie konnte und wollte das Tiefbauamt hier offensichtlich weder ran , noch helfen. Im Gegenteil, es erfolgten einige Ablehnungsbescheide

  • Ablehnungen wegen ausreichender Leistungsfähigkeit der Kanäle, der Bürger müßte praktisch ein hydraulisches Gutachten vorlegen, um das Gegenteil zu beweisen
  • Ablehnungen wegen Jahrhundertregen, da wäre eh nichts zu machen
  • Ablehnungen weil es sich angeblich bei den stadteigenen Kanälen nunmehr um Privatkanäle handeln sollte 

Aber dann kam endlich langsam Bewegung auf. Mitarbeiter des Tiefbauamtes kamen verstärkt zu Besuch Verhandlungen wurden geführt - viel geredet - sehr viel. Versprechungen seitens des Tiefbauamtes wurden gemacht. Zwischenzeitlich wieder Überflutungen und bei der Schadensbilanz war kein Ende in Sicht. Mit jedem Starkregen gingen Schäden einher. In schlimmeren Fällen ertranken Rehkitze, die in der Grünfläche hinter dem Haus lagen, Fische die aus dem Teich gespült wurden, zwischenzeitlich aufgetretene Allergien und Gesundheitsprobleme, Fäkalien, die sich auf dem gesamten Gelände verteilten, üble Gerüche , abgesoffene Keller und damit verbunden aufgeschwommene Heizöltanks, zerstörte Heizungen, Geräte, Maschinen und Möbel, bis hin zu einer neuerlichen Überflutung bei der eine behindertengerechte Wohnung mit dem Abwasser vollgelaufen war. Das tragische des letzten Falles war, daß sich ein 5 jähriges behindertes Kind im Rollstuhl in der Wohnung befand und bei dem einbrechenden Wasser Todesängste ausstehen mußte. Dieses Vorkommnis ist auch der Grund, warum hier an dieser Stelle die ganze Geschichte schonungslos veröffentlicht wird ohne die bis dato getätigte Rücksichtsnahme auf das Ansehen der Stadt.

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