Aus der Praxis

An dieser Stelle sollte eine Überschrift stehen

Wie sich die Bogestra Freunde verschafft

Am 30.5.1996 hatte Herr M. einen Schaden an einer Straßenbahn auf einem angeblich eigenem Gleiskörper begleichen müssen, bei dem der eigentliche Verursacher die Straßenbahn, bzw. deren Fahrer war.

Verursacht wurde der Schaden dadurch, daß Herr M. verkehrstechnisch bedingt im Stau auf der Straße halten mußte. Links von seinem Fahrzeug fuhr die Straßenbahn vorbei, wobei es zu einem Kontakt zwischen dem KFZ - Spiegel und der Straßenbahn kam. Die Bahn hatte schwarze Streifen resultierend aus dem Abrieb der gummierten Außenspiegel. Die herbeigerufene Polizei stellte schnell Herrn M. als Unfallverursacher fest, da dieser auf einem angeblichem eigenen Gleiskörper stand, während sich die Straßenbahn vorbeigezwängt hatte. Dabei spiele es keine Rolle, ob der PKW schon mehr als 30 Sekunden stand und nicht bewegt wurde. Der Straßenbahnfahrer hatte zwar offensichtlich den Abstand schlecht eingeschätzt ist aber ohne zu schauen angefahren. Die Bahn hielt auch erst nach lautem hupen an. Praktisch vorverurteilt stellten im nachhinein alle Rechtsanwälte fest, daß ein eigener Gleiskörper eine besondere Gesetzeslage bildeten und ein Prozeß aussichtslos sei, zumal man im Grunde genommen noch “gegen eineWand” klagen würde.

Die Schadenshöhe betrug 273,98 DM (Polieren der Straßenbahn)

Und so, mit einem solchen Ereignis konfrontiert, erhält man eine bleibende Erinnerung an die Probleme von “eigenen Gleiskörpern” wenn diese nur aufgemalt sind oder in der Fahrbahn verlaufen

Übrigens:

Der Straßenbahnfahrer hatte sich noch nicht einmal entschuldigt, daß er den Unfall nicht bemerkt hatte, denn trotz die Bahn sehr sehr langsam fuhr, war der Abriebsstreifen bemerkenswert lang

Die Bogestra stand auf dem Standpunkt - ein eigener Gleiskörper ist dann ein eigener Gleiskörper, wenn einmal Striche auf die Straße gemalt wurden, auch wenn diese nach Jahren nicht mehr sichtbar sind. Und wer sich dort aufhält, stehenbleibt oder bewegt und dabei noch verunfallt, ist Schuld, zahlt und damit basta

Und die Polizei mußte davon ausgehen, daß ein eigener Gleiskörper gesetzlich dort vorhanden sei lt. Auskunft des Bogestravertreters, der nach 10 Minuten ebenfalls vor Ort anwesend war und somit war eine Vorverurteilung schon vorprogrammiert

Und was blieb? Zähne zusammenbeißen auch wenns knirschte, zahlen und schnell vergessen - vergessen? Herr M. ist heutzutage ein Freund der Interessengemeinschaft gegen den Straßenbahnbau in Langendreer

Und deswegen rufen wir dazu auf, daß sich alle Betroffenen melden, die ähnliche Erfahrungen gemacht haben und als Schuldige dastehen

 

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